Lobau

Stadtwander­weg

Wir eröffnen den “Stadtwanderweg 13 - Der Weg ins Unglück”. Er führt durch die Lobau und informiert über die ungeheuren Bedrohungen, die dem einzigartigen Naturschutzgebiet blühen, falls das Monsterprojekt Lobautunnel gebaut wird.

Wandertag - 26.10.2021

Wolltest du auch schon immer wissen, welche tragische Zukunft dem Nationalpark Donau-Auen mit der Lobauautobahn blühen könnte? Du möchtest mehr über eine gefährliche Ölaltlast im Boden, die mögliche Bedrohung des Grundwassers und die Gefährdung von Wiener Trinkwasser erfahren?

Vielen Dank an alle, die uns am 26.10.21 begleitet haben und mit uns durch die Lobau gewandert sind!

Auf eigene Faust durch die Lobau

Du möchtest den Wanderweg 13 ohne Greenpeace beschreiten? Leider dürfen wir die Beschilderung nicht stehen lassen, aber hier findest du die Google-Maps Karte oder kannst dir die Karte hier als PDF downloaden. So kannst jederzeit den Wanderweg auch auf eigene Faust beschreiten. Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stationen findest im Factsheet.

Die Stationen

Station 1: Bunker

Umweltgeschichte der Lobau

Die Lobau ist einer der umkämpftesten Umweltschauplätze Österreichs. Ihre vielfältige Nutzung als Nationalpark, Naherholungsgebiet, Trinkwasserreservoir und Industriegebiet zeigt, wie stark der Mensch bereits in das sensible Ökosystem eingreift. Der Lobautunnel würde der bereits vielfach gemarterten Au den Todesstoß versetzen, indem er den überlebenswichtigen Grundwasserhaushalt bedroht und die aufwendig gesicherte Öl-Altlast gefährdet.

Station 2: Panozzalacke

Die Lobau als hart erkämpftes Naherholungs- und Naturschutzgebiet

Die Lobau wurde als Naherholungs- und Naturschutzgebiet hart von früheren Generationen erkämpft. All diese mühsam errungenen Erfolge, die uns heute einen Nationalpark mit Badespaß vor den Pforten Wiens bescheren, stehen durch den Bau des Lobautunnels auf dem Spiel.

Station 3: Der Ölhafen

Das giftige Erbe der Öl-Altlast

Der Ölhafen Lobau ist die größte gesicherte Öl-Altlast Österreichs. In den tiefen Bodenschichten der Lobau befinden sich bis heute auf über 1,5 km² mehrere Tonnen gefährliches Erdöl. Für den Bau des Lobau-Tunnels soll unvorstellbarerweise die Erdöl-sichernde Betondichtwand durchbrochen werden. Tritt dabei das gefährliche Öl aus, droht das gesamte Ökosystem verseucht zu werden und die strategischen Trinkwasserreserve Wiens gerät in Gefahr.

Station 4: Donau-Oder Kanal

Einzigartige Tier- und Pflanzenwelt

Der Bau des Lobautunnels droht diesem einzigartigen Stück Natur ein Ende zu setzen: Denn die Auswirkungen des Megasbaus auf den sensiblen Wasserhaushalt des Auwaldes und seine Bewohner sind kaum abzusehen. Neben der Gefährdung des Lebensraums hunderter Tier- und Pflanzenarten wird mit dem geplanten Tunnel auch ein außerordentlich vielfältiges Grundwasserökosystem bedroht.

Station 5: Lobautunnel

Todesstoß Lobautunnel

Der Bau des Lobautunnels beherbergt viele Tücken und Risiken. Die Grundwasserabsenkung wird die Lobau von ihrer Lebensader abschneiden, das Durchbrechen der Dichtwand der Öl-Altlast kann unser Trinkwasser und das Ökosystem verschmutzen. Die Aberkennung des Nationalpark-Status durch die IUCN wäre einzigartig in der Geschichte. Der Lobautunnel ist ein heimtückisches Bauprojekt, denn die Gefahren für das Grundwasser, das Trinkwasser und den Nationalpark werden unumkehrbar sein und können auch zeitlich verzögert erst nach Jahren auftreten. Wir können uns noch anders entscheiden - tun wir es jetzt.

Noch mehr Details zu den einzelnen Stationen können im FACTSHEET nachgelesen werden.